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Statements zur Gründung des Vereins

In Folge der Gründung der Liberalen Soldaten gab es sowohl aus Reihen der Liberalen als auch aus Reihen der Bundeswehr beziehungsweise der unabhängigen Sicherheitspolitik & Interessensvertretung mehrere Feedbacks und Statements, die wir hier gesammelt haben.

Wir erleben eine historische Zeitenwende. Der völkerrechtswidrige Angriff Russlands auf die Ukraine hat die Friedens- und Stabilitätsordnung in Europa und auch die Wirkung des Völkerrechts zerstört. Deutschland muss seiner Rolle angesichts der neuen geopolitischen Risiken in einer veränderten Weltlage gerecht werden. Denn als viertgrößte Volkswirtschaft der Welt stehen wir in besonderer Verantwortung. Unsere Bundeswehr ist dabei das Herzstück unserer nationalen Sicherheit. Die Gründung der Liberalen Soldaten und Veteranen kommt daher genau zum richtigen Zeitpunkt. In den letzten anderthalb Jahrzehnten ist unsere Bundeswehr vernachlässigt worden. Um die Versäumnisse der deutschen Sicherheitspolitik aufzuholen, läuten wir mit dem Sondervermögen Bundeswehr über 100 Milliarden Euro eine sicherheitspolitische Zeitenwende ein. So können wir Auftrag, Finanzen und Strukturen unserer Streitkräfte wieder in Einklang bringen. Ziel ist es, die Bundeswehr zu einer der modernsten Armeen Europas zu machen und so unsere Fähigkeiten zur Landes- und Bündnisverteidigung zu stärken. Dabei geht es nicht um eine Militarisierung der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Aber Sie wissen: Man muss kämpfen können, um nicht kämpfen zu müssen. Das allein wird aber nicht reichen. Als aktiver wehrübender Reserveoffizier habe ich mehr als einmal auf Dienststellen mit Kameradinnen und Kameraden Kontakt gehabt, die nach Dienstschluss gefragt haben, ob sie in Uniform nach Hause fahren oder ob sie Zivilkleidung anlegen sollen, weil sie in der Straßenbahn möglicherweise schief angeschaut oder gar schief angesprochen würden. Das zeigt: Es gibt gegenüber unseren Streitkräften und jenen, die unser Land in Uniform verteidigen und dienen, nicht nur eine materielle Vernachlässigung, sondern auch eine ideelle Vernachlässigung. Und dementsprechend müssen wir den Soldatinnen und Soldaten, sowie den Veteranen auch die Wertschätzung dieser Gesellschaft entgegenbringen.

Der Einsatz der Liberalen Soldaten und Veteranen für unsere Streitkräfte und deren Angehörigen ist daher wichtiger denn je. Denn Bürgerinnen und Bürger in Uniform verdienen unsere uneingeschränkte Anerkennung, unseren vollen Respekt und unsere vollständige Unterstützung. Wir Freie Demokraten und ich ganz persönlich freuen uns auf Ihre Impulse zur liberalen Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

Christian Lindner

Christian Lindner

Bundesvorsitzender der Freien Demokratischen Partei

Entscheidend für die Entwicklung einer echten Veteranenkultur ist das gemeinschaftliche Zusammenwirken vieler gesellschaftlicher Akteure. Es freut mich daher, dass sich auch hierzulande liberale Soldatinnen und Soldaten zusammengeschlossen haben, um die Leistungen der Streitkräfte sichtbarer zu machen und gemeinsame Impulse in der öffentlichen Debatte zu setzen.

Marcel Bohnert

Marcel Bohnert

Stv. Vorsitzender des Deutschen BundeswehrVerbands & Oberstleutnant i.G.

Die Bundeswehr und ihre aktiven und ehemaligen Angehörigen sind ein unverzichtbarer Bestandteil einer liberalen Gesellschaft. Es ist wichtig, dass ihre Sichtbarkeit erhöht und ihre Stimme verstärkt wird.

Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Mitglied des Bundestags & Vorsitzende des Verteidigungsausschuss

Ich begrüße jede Initiative, die sich zum Ziel setzt, die Wertschätzung von Soldaten, Reservisten und Veteranen in der Gesellschaft durch Dialog und Aktivitäten zu erhöhen. Aus diesem Grunde freue ich mich auch ganz besonders über die Gründung des Vereins „Liberale Soldaten und Veteranen e.V.“ und freue mich auf eine zukünftige, konstruktive Zusammenarbeit. Deutschland hat es bisher in 30 Jahren Einsatz nicht geschafft, eine für unser Land angemessene Veteranenkultur zu schaffen, welche ich als Voraussetzung und Grundlage für eine Wertschätzung im Wechselspiel zwischen Politik und Gesellschaft mit Ihren Soldatinnen und Soldaten erachte. Darüber hinaus sind Fragen der Versorgung, der Fürsorge und Betreuung, aber auch Fragen der Identitätsstiftung und sozialen Integration – besonders für EinsatzVeteranen – bis heute nicht hinreichend durch die verantwortlichen Institutionen beantwortet. Ich erhoffe mir von diesem neuen Verein, dass er mit seinen besonderen Möglichkeiten und Verbindungen in die Politik, zusammen mit dem Bund Deutscher EinsatzVeteranen e.V. als Hilfsorganisation sowie anderer kleinerer Akteure, Schulter an Schulter zukünftig proaktiv für eine „laute Debatte“ und für Wertschätzung sorgt. Gemeinsam sollten wir alle versuchen, ein solides Fundament für eine Veteranenkultur der Bundeswehr im Einsatz zu schaffen und fest in der Gesellschaft zu verankern.

Bernhard Drescher

Bernhard Drescher

Bundesvorsitzender des Bundes Deutscher EinsatzVeteranen

Freiheit und Sicherheit sind zwei Seiten derselben Medaille. Unsere Bundeswehr wollen wir modernisieren, um Bedrohungen gerüstet entgegen treten zu können. Es freut mich, dass der Verein „Liberale Soldaten und Veteranen“ aktive und ehemalige Soldatinnen und Soldaten sowie deren Angehörige zusammenbringt, die sich selbst als Freunde der Freiheit definieren und sich für liberale Grundsätze engagieren.

Bijan Djir-Sarai

Bijan Djir-Sarai

Generalsekretär der Freien Demokratischen Partei

Wie die aktuellen Diskussionen einmal mehr verdeutlicht haben, ist ein breiter sachbezogener gesellschaftlicher Dialog zu Kernfragen der Sicherheitspolitik, zur Bundeswehr wie zu den Nachrichtendiensten des Bundes dringend erforderlich. Ich freue mich daher sehr über jede Initiative in diesem wichtigen politischen Handlungsfeld und wünsche dem Verein „Liberale Soldaten“ von Herzen alles Gute, Glück und breite Resonanz.

Dr. Gerhard Conrad

Dr. Gerhard Conrad

Vorstand Gesprächskreis Nachrichtendienste in Deutschland e.V.
Quellenangaben der verwendeten Fotos:

Christian Lindner: © Laurence Chaperon
Marcel Bohnert: © Privat
Marie-Agnes Strack-Zimmermann: © Privat
Bernhard Drescher: © Privat
Bijan Djir-Sarai: © Laurence Chaperon
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